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DRK-Mitarbeiter erhält
Forschungspreis

17.01.2019

Die mit 5.000 Euro dotierte Forschungsförderung der DIVI-Stiftung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe wurde an den langjährigen Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes in Reutlingen, Dr. David Häske, vergeben.

Reutlingen Seit 2017 vergibt die in Berlin ansässige DIVI-Stiftung jährlich eine Forschungsförderung in Höhe von 5.000 Euro für Projekte im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe. Darunter fallen Berufe im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Die finanzielle Zuwendung soll für Sachmittel und Aufwendungen genutzt werden, die dabei helfen, diese wissenschaftlichen Projekte umzusetzen.

"Wir freuen uns außerordentlich über diese hohe Auszeichnung unseres Mitarbeiters", so DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee, der darin zugleich einen "weiteren Beleg für die hohe Qualität unseres Rettungsdienstes" sieht. Dies komme der Bevölkerung im Landkreis Reutlingen unmittelbar zugute.

Dr. David Häske möchte in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen, wo er auch promovierte, anhand einer empirischen Analyse im DRK Rettungsdienst Reutlingen untersuchen, wie das seit 2014 geltende Notfallsanitätergesetz in der Praxis umgesetzt wird. Der Beruf Notfallsanitäter hat den Rettungsassistenten 2014 abgelöst und ist die höchste nicht-ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst in Deutschland.

„Bei der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes gibt es allerdings noch einige medizinisch-fachliche und juristische Unklarheiten", kritisiert David Häske, selbst ausgebildeter Notfallsanitäter. "Um dem großartigen Berufsbild eine Chance und einen Rahmen zu geben, ist eine medizinische Qualitätssicherung notwendig", ist sich auch der Leiter des Rettungsdienstes, Markus Metzger, sicher, der gemeinsam mit dem Leiter der Leitstelle, Gerolf Schempp, und Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee David Häske herzlich zu dessen "großem Erfolg" gratulierte. „Wir sind stolz auf solche Mitarbeiter", so Tiefensee, der darauf hinweist, dass David Häske einst als Zivildienstleistender – „wie auch unser Präsident, Andreas Glück MdL" – beim DRK seine Laufbahn begann.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Berufes sind gefragt

Licht ins Dunkel bringen sollen verschiedene empirische Analysen, die Häske mit einem Forschungsteam durchführen will. Dabei geht es z.B. um die Frage, welche Maßnahmen von Notfallsanitätern erbracht werden  können. Dazu zählen u.a. die Gabe von Schmerzmitteln oder Blutdrucktherapie. Geklärt werden soll auch, wie vieler Anwendungen es bedarf, um das Legen von peripher-venösen Zugängen zu beherrschen? Davon hängt eigentlich die Planung von Ausbildungsstunden der Notfallsanitäter in der Klinik ab", erklärt Häske, der sein Fachwissen seit vielen Jahren auch im Rahmen von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen seinen Kolleginnen und Kollegen im DRK-Rettungsdienst vermittelt.