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DRK-Kreisversammlung
Aber auch die aktuellen Debatten auf Bundesebene zur Notfallreform wurden thematisiert.
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PFULLINGEN 16.10.2026 - Siegfried Mahler, der Präsident des DRK-Kreisverbandes Reutlingen, begrüßte die Delegierten und die Gäste. „Das Rote Kreuz redet nicht nur über Menschlichkeit und Solidarität, sondern ist es ist ein wichtiger Akteur in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung,“ betonte der DRK-Kreispräsident Siegfried Mahler bei der Kreisversammlung in der Akademie der Kreiskliniken in Pfullingen.„Die finanziellen Rahmenbedingungen stellen aber auch das DRK vor zunehmende Herausforderungen. Während die Kosten und gesetzlichen Anforderungen steigen, werden die finanziellen Spielräume von Kommunen, Land und Bund zunehmend enger. Gleichzeitig besteht für viele Aufgaben des DRK aufgrund seiner neutralen und unabhängigen Stellung kein rechtlich verbindlicher Anspruch auf staatliche Unterstützung,“ erläuterte Mahler weiter.
Dass die DRKlerinnen und DRKler gebraucht werden, belegen die Zahlen eindrücklich:
Insgesamt wurden im Jahr 2025 die DRK-Bereitschaften des Kreisverbands zu mehr als 7.000 Einsätzen alarmiert. Darunter waren über 6.000-mal die Helfer-vor-Ort gefragt,
66 Bereitschaftseinsätze kamen hinzu, 49-mal wurden die Rettungshunde angefordert,
21-mal die Schnelleinsatzgruppe und 169-mal die psychosoziale Notfallversorgung. Die Bergwachten in Pfullingen und Bad Urach wurden zu 61 Notfällen gerufen.
Über das Jahr sicherten die Bereitschaften unzählige verschiedene Veranstaltungen sanitätsdienstlich ab. In 16 Ortsvereinen wird der der Nachwuchs in 20 Jugendgruppen mit insgesamt rund 400 Jugend-Rot-Kreuzlern gefördert. Der hauptamtliche Rettungsdienst absolvierte mehr als 31.000 Einsätze, darunter 4.500 mit Notarzt.
In seinem Grußwort betonte Philipp Hirrle, Ordnungsdezernent des Landratsamts Reutlingen, wie wertvoll Vereine für die Gesellschaft sind. Die Aufgabe, anderen zu helfen, macht das DRK so besonders. Und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement zieht sich durch alle Altersklassen. Eigene Interessen zurückzustellen, für andere da zu sein und zu helfen, kostet Zeit, Aufwand und manchmal auch gute Nerven. Er bedankte sich bei allen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzlern und wies darauf hin, dass mit seinem Dank auch eine Bitte verbunden ist: Genau so engagiert weiterzumachen.
Roland Wintzen, Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Reutlingen, bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen, die bis hin zum Bevölkerungsschutz reicht. Beim Stadtbrand im Jahr 1726 gab es das DRK noch nicht. Deshalb ist es gut zu wissen, dass wir heute vorbereitet sind. Er lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und den Ortsvereinen und würdigte die geleistete, alltägliche Arbeit. Wie zum Beispiel während des Stromausfalls in Reutlingen vor einigen Wochen.
Angesichts der aktuellen Debatten auf Bundesebene betonte DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Födisch: „Im Hinblick auf die herausfordernden Reforminitiativen auf Bundesebene ist es unser Ziel, unsere Angebote weiterhin qualitativ hochwertig und menschlich zu gestalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage dieser Angebote im Blick zu behalten. Das wird in Zukunft eine der zentralen Aufgaben des Kreisverbandes sein. Gemeinsam mit unserem starken Ehren- und Hauptamt schaue ich trotz allem positiv in die Zukunft. Gemeinsam sind wir stark.“
Siegfried Mahler sprach allen seinen großen Dank aus und ehrte zusammen mit den Gästen, Herrn Hirrle und Herrn Wintzen, zahlreiche Jubilare für ihre 25- bis 55-jährige aktive Mitgliedschaft.
Für 25 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden geehrt: Stefanie Hipp, Felix Hipp, James Frambach, Christiane Voß, Birgit Schultheiß, Harald Sauter, Lothar Schwendele, Tobias Pohlmeyer.
Für 40 Jahre: Claus-Heinz Scherin, Heike Klingenstein-Goller, Eberhard Pilger, Neven Mayer.
Für 50 Jahre: Wolfgang Hoch, Siegfried Spinner.
Und für 55 Jahre: Marianne Reiff, Hartmut Moll.

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