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Die Menschen hinter der 112

24.10.2008

Reutlingen "Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen": Treffender hätten die Mitarbeiter das Lied, das den bebilderten Rückblick auf zehn Jahre integrierte Leitstelle untermalt, kaum auswählen können. Denn dass Hilfesuchende in Stadt und Kreis seit nunmehr einem Jahrzehnt unter der Nummer 112 sowohl Feuerwehr als auch Rettungsdienst erreichen, ist nicht nur der Initiative des damaligen Kreisvorsitzenden Eberhard Kabisch, sondern letztlich auch den Menschen zu verdanken, die sich darum bemüht haben, dass "zwei unterschiedliche Welten, zwei Organisationen mit unterschiedlichen Kulturen zusammengewachsen sind", wie es Landrat Thomas Reumann gestern formuliert.
 
Gleichwertige Partner auf gleicher Augenhöhe sollten die Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdienst sein - und sie sind es nach anfänglichen "Geburtswehen" auch geworden: "Was wir heute haben, ist für die Menschen im Kreis etwas ganz Tolles", bilanziert der Landrat.
 
Denn eines sei den Verantwortlichen aus Stadt und Kreis, aus den Reihen der Feuerwehr und des DRK von Anfang an klar gewesen: "Wenn wir das machen, dann wollen wir auch einen Mehrwert für die Bürger erzielen. Mehr Sicherheit zum einen, zum anderen aber auch mehr Wirtschaftlichkeit: "Aus meiner Sicht ist uns ein Quantensprung in Sachen Qualität und Sicherheit gelungen", resümiert Reumann. Obendrein habe sich Reutlingen als erste Großstadt, die ein solches Gemeinschaftsprojekt gestemmt hat, aber auch einen Spitzenplatz im Land erarbeitet, den sie noch heute innehat: "Vergleichbare Anstrengungen gibts sonst nur noch in Stuttgart und in Ulm", so der Landrat. Ein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen, sei das aber nicht: "Die Leitstellenlandschaft wird sich weiter verändern." Ein Paradebeispiel ist die Leitstelle, die nach der Änderung des Rettungsdienstgesetzes aus der DRK-Rettungsleitstelle und der Feuerwehrleitstelle hervor- und am 5. Oktober 1998 in Betrieb gegangen ist, auch für Staatssekretär Hillebrand: "Jetzt erfahren Bürger auf adäquate und wirtschaftliche Weise Hilfe", freut sich der DRK-Kreisvorsitzende. Auch wegen der Menschen hinter der 112: "Eine Leitstelle ist immer nur so gut wie ihre Disponenten", so Hillebrand.
 
Die müssten innerhalb weniger Sekunden erfassen, in welcher Situation sich der Anrufer befinde, welche Art der Rettung auf den Weg gebracht werden müsse: "Sie brauchen auch Lebenserfahrung, um in Sekundenschnelle die richtige Entscheidung zu treffen", lobt der Staatssekretär. Grund genug, mit den Männern - Frauen finden sich nicht an den ausladenden Bildschirmen, die seit Dezember 2003 in der Feuerwache in der Hauffstraße stehen - auf den runden Geburtstag ihres Arbeitsplatzes anzustoßen.
 
Immerhin fast 100 000 Mal jährlich klingeln in der integrierten Leitstelle, die für rund 280 000 Einwohner zuständig ist, die Telefone, 53 000 Mal folgt den Anrufen ein Einsatz in Sachen Notfallrettung, Brandschutz, Katastrophenschutz, Krankentransport oder technische Hilfe.

Foto und Text: Reutlinger Nachrichten/Walleit, 24.10.2008